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Zum Ende der Seite springen Augenheilkunde - Kunstlinsenimplantation?
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Valti Valti ist weiblich
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Dabei seit: 29.01.2009
Beiträge: 8

Augenheilkunde - Kunstlinsenimplantation? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo Ihr!
Mein Sohn Jan ist 6 Jahre alt und wir stehen vor der Entscheidung: Kunstlinsen-OP: Ja oder Nein!!! Wer hat Erfahrungen mit Kunstlinsen bei Kindern?
Wir waren zur Untersuchung bei Prof.Koch in Bonn. Jans eigenen Linsen wurden bereits in 2005 beidseits entfernt. Auf einem Auge entstand dann eine Glaskörperblutung mit Netzhautablösung, so daß er dort nur ca. 5 % sieht. Das andere Auge hat mit spezieller Brille ca. 80 % Sehkraft. Er kommt z.Zt. gut mit der Brille zurecht. Da er aber im Sommer eingeschult wird, überlegen wir, ob wir ihn in Bonn operieren lassen.
Hat jemand Erfahrungen gemacht? Wie ist das Sehen nach erfolgreicher OP?

Viele Grüße!

Angelika
29.01.2009 11:40 Valti ist offline E-Mail an Valti senden Beiträge von Valti suchen Nehmen Sie Valti in Ihre Freundesliste auf
menschausglas menschausglas ist weiblich
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Dabei seit: 15.01.2009
Beiträge: 17

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Hallo!

Wie ich in dem anderen Thread schon geschrieben hab, wurde ich als 11jährige (vor über 15 Jahren) operiert und es wurden Kunstlinsen implantiert. Das hat auch Prof. Koch in Bonn (damals noch in der Klinik Dardenne) gemacht. Aus meiner Erfahrung heraus würde ich sagen, es schadet sicher nicht es machen zu lassen. Ich hatte nach der OP viele Jahre überhaupt keine Brille mehr, hatte irgendwas zwischen 80 und 100 % Sehkraft. Die Kehrseite war, dass sich das Auge noch verändert bis man ausgewachsen ist, sodass ich seit ich etwa 16 bin wieder eine Brille habe, die anfangs auch jedes Jahr wieder dickere Gläser brauchte. Mittlerweile stehe ich seit knapp 5 Jahren stabil bei -5 bzw. -5,5 Dioptrien und ca 60% auf dem einen bzw. 80% Sehkraft auf dem anderen Auge. Ich kann gut damit leben, denn vor der OP hatte ich -19 Dioptrien und trotzdem nur 30 %. Mit meinen Kontaktlinsen hab ich auf dem schlechteren Auge etwa 70 %, auf dem besseren 85-90%. Das reicht sogar für den Führerschein. Würde ich mich nochmals operieren lassen, könnte ich die Brille wieder einstampfen und hätte so zwischen 100% und 110%, da aber alles sehr gut verheilt ist, möchten sowohl der Augenarzt als auch ich das nicht.

Ich selbst hatte vor der OP Kontaktlinsen (meine ersten bekam ich mit ca. 7 Jahren), womit ich auch super klarkam. Wenn ihr also mit der OP noch ein bisschen warten wollt, wäre das auch eine Option, die man überdenken könnte...

Ansonsten ist Prof. Koch eine sehr gute Wahl.

Gruß
29.01.2009 20:26 menschausglas ist offline E-Mail an menschausglas senden Beiträge von menschausglas suchen Nehmen Sie menschausglas in Ihre Freundesliste auf
achim
bin schon lang dabei


Dabei seit: 23.08.2006
Beiträge: 238

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Man sollte fairerwaise darauf hinweisen das
a) Prof. Koch gerade bei Marfan OPs eine hervorragende Wahl ist
b) sein Alter aber auch fortgeschritten ist
Daher sollte man den Kontakt zu ihm direkt suchen.
Wenn man aus dem Raum kommt ist es vielleicht besser mit Dr.Kulus in Kontakt zu treten. Der ist quasi Schüler und langjähriger Mitarbeiter von Koch. Die operieren meines Wissens nach insbesondere Marfan-Patienten auch zusammen.
29.01.2009 20:38 achim ist offline Beiträge von achim suchen Nehmen Sie achim in Ihre Freundesliste auf
Valti Valti ist weiblich
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Dabei seit: 29.01.2009
Beiträge: 8

Themenstarter Thema begonnen von Valti
Augenheilkunde - Kunstlinsenimplantation? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo menschausglas!
Danke für Deine Info. Lt. Prof. Koch soll das Auge mit ungefähr 2 Jahren fast vollständig ausgewachsen sein. Er meinte, dass eine Änderung im Erwachsenenalter max. 1 bis 1,5 Diop. bedeuten könne... war bei Dir dann ja nicht so...
Hattest Du irgenwelche Komplikationen wie eine Netzhautablösunge oder so?
Außerdem schreibst Du von Kontaktlinsen... war die Sehkraft da ähnlich hoch wie nachher mit der Kunstlinse? Die Handhabung stelle ich mir schwierig vor, da Jan auf dem einen Auge nur ca. 5 % sieht und ich mir gar nicht vorstellen kann, wie er die Kontaktlinse in das bessere Auge selbstständig "einbauen" kann...Hast Du das damals mit Hilfe Deiner Eltern gemacht?
Viele Grüße!
Angelika
30.01.2009 10:16 Valti ist offline E-Mail an Valti senden Beiträge von Valti suchen Nehmen Sie Valti in Ihre Freundesliste auf
menschausglas menschausglas ist weiblich
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Dabei seit: 15.01.2009
Beiträge: 17

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Hallo Angelika!

Ich hab das mit den Kontaktlinsen eigentlich von Anfang an allein gemacht. Trau deinem Kind ruhig zu, dass er das hinkriegt. Klar, anfangs braucht es ein bisschen Übung - ich hab die ersten paar Wochen auch hin und wieder mit der Kontaktlinse an der falschen Stelle zu kämpfen gehabt, weil ich beim Einsetzen das Auge verdreht hab - aber die Handhabung lernt man schnell. Ich hab mit den Kontaktlinsen bei weitem nicht so gut gesehen wie später nach der OP, aber um einiges besser als mit der Brille. Und es hatte eben den Vorteil, dass ich das Gewicht der Brille mit den beiden -19 Dioptrien-Gläsern (beide Gläser jeweils knapp über 1 cm dick) nicht mehr ständig auf Nase und Ohren hatte...

Probleme mit Netzhautablösungen hab ich bis heute nicht. Den Druck lass ich alle 6 Monate und die Netzhaut einmal im Jahr kontrollieren, aber bisher konnte da nichts besorgnis erregendes festgestellt werden - und die OP war im Oktober 1993.

Gruß
30.01.2009 16:08 menschausglas ist offline E-Mail an menschausglas senden Beiträge von menschausglas suchen Nehmen Sie menschausglas in Ihre Freundesliste auf
paline paline ist weiblich
BIN ÖFTER HIER


Dabei seit: 22.08.2009
Beiträge: 14

Kunstlinsenimplantation Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo Ihr,

wir stehen momentan vor der gleichen entscheidung: kunstlinsen ja oder nein. unsere tochter (2) hat eine kugellinse und sieht somit wohl seit kleinauf alles unscharf. nun sollen neue linsen ihr das scharfe sehen erlernen. Momentan hat sie KL, Bonn meinte aber hiermit kann sie nicht scharf sehen lernen, wg der linse. Die Sehleistung unserer tochter kann noch nicht gemessen werden. sie glauben aber dass sie unter 10% liegt beidseitig.
Meine fragen:

habt ihr die Probleme seit kleinkinder oder sind diese nach dem Prozess sehenlernen gekommen?
Gab es bei der OP komplikationen bzw. hatte euer Sohn danach schmerzen.
Wie lebt er nun mit Kunstlinsen. Sieht er besser und braucht er noch eine Brille?

Glg paline
13.11.2009 07:47 paline ist offline E-Mail an paline senden Beiträge von paline suchen Nehmen Sie paline in Ihre Freundesliste auf
Valti Valti ist weiblich
BIN NEU


Dabei seit: 29.01.2009
Beiträge: 8

Themenstarter Thema begonnen von Valti
RE: Kunstlinsenimplantation Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo,

also unser Sohn hatte von Geburt an eine Linsenluxation an beiden Augen, welche im Alter von knapp einem Jahr erkannt wurde. Wir haben dann zunächst mit einer Brille ausgleichen können, es wurde dann aber nach und nach schlechter, bis die Gefahr zu groß wurde, das die Linsen sich von alleine ablösen und ins Augeninnere geraten und somit einen Schaden anrichten, der nicht absehbar wäre... Deshalb wurden dann seine Linsen entfernt, als er ca. 2 1/2 Jahre alt war. Dann war er bis zum Frühjahr diesen Jahres "linsenlos", hatte eine entsprechende Brille mit so einem runden Einsatz, mit der er auch recht gut zurecht kam. Da allerdings die Einschulung anstand, wir an evtl. Ärgereien durch andere Schüler gedacht haben, aber auch an versch. andere Dinge wie eingeschränktes Gesichtsfeld, was ist, wenn die Brille weg/kaputt ist usw., Schulweg... haben wir uns für die OP entschieden und es absolut nicht bereut. Es war die richtige Entscheidung, auch wenn die Zeit vor und nach der OP sehr heftig für die ganze Familie war.
Jan hat nur das eine Auge operiert bekommen, das andere Auge ist durch eine Netzhautablösung, erfolgter Glaskörperblutung ... leider so schlecht, das es nicht mehr operiert werden kann. Uns wurde damals aber auch gesagt, das sich das Sehvermögen bis zum Alter von 6 Jahren ausbildet. Unser Augenarzt sagte uns, das wenn man einem Kind bei der Geburt die Augen verbinden würde bis zum 6. Lebensjahr, dieses Kind dann nach Abnahme des Verbandes blind würde. Ich glaube schon, das an der Aussage etwas dran ist.
Ich kann aber auch sehr sehr gut verstehen, wir schwierig es ist, so eine Entscheidung zu fällen. Da unser Sohn ja nur noch das eine "gute" Auge hat, haben wir auch lange darüber diskutiert, gesprochen und viele schlaflose Nächte verbracht. Uns wurde auch klar gesagt, das eine OP nun auch schon mal schlecht ausgehen kann.
Wenn aber beide Augen bei Deiner Tochte dran sollen, werden doch sicherlich die Augen nacheinander operiert, oder?
Also, wie gesagt, für uns war es die richtige Entscheidung: unser Sohn hat die Sache gut verpackt, rein "äußerlich" sieht man so gut wie nichts mehr und es hat ihm viel Selbstbewußtsein für den Schulstart gegeben. Er kann nun auch ohne Brille gut sehen, wenn auch nur mit einem Auge. Lediglich lesen kann er nicht ohne Brille.
Wie sich nachher die Sache Richtung Brillenstärke verändert, muss man einfach nochmal abwarten.
Ich wünsche Dir auf jeden viel Kraft für die kommende Zeit, egal wie die Entscheidung ausfällt!

Viele Grüße!
Valti
15.11.2009 21:34 Valti ist offline E-Mail an Valti senden Beiträge von Valti suchen Nehmen Sie Valti in Ihre Freundesliste auf
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